GUY DEBORD

Ausgewählte Briefe

Ausgewählte Briefe

 

Paperback | 336 Seiten | 28,00 € | ISBN: 978-3-89320-152-5

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»Ich zähle nicht zu den Bewunderern der SI«, schrieb Guy Debord, als sich die Situationistische Internationale bereits in Aufösung befand. Dass Debord nicht nur kein »Bewunderer«, sondern ihr schonungslosester Kritiker war, zeigen die im Band versammelten ausgewählten Briefe. Sie setzen mit der Gründung der SI 1957 ein, dokumentieren die Spaltungen, die die Entwicklung von einem Zirkel experimentierender Künstler, Architekten und Philosophen zu einer politischen Avantgarde begleiteten, und lassen erkennen, dass Debord die Aufösung der Gruppe als zwingende Konsequenz aus der geschichtlichen und politischen Entwicklung begriff. Deren Analyse ist der rote Faden, der sich über das Ende der SI hinaus bis zu Debords Tod 1994 durch die Korrespondenz zieht.

Vom Algerienkrieg, der Machtübernahme de Gaulles und den Ereignissen um das Jahr 1968 über die politischen Krisen in Italien, Spanien, Portugal und Polen bis hin zum Ende der Sowjetunion werden geschichtliche Ereignisse auf ihre Bedeutung für die revolutionäre Bewegung befragt.

 

Aus dem Französischen von Bernadette Grubner, Roman Kuhn, Birgit Lulay, Christoph Plutte