MARCUS ROLOFF

waldstücke

Verstreute Gedichte XVI

waldstücke

Menschen verschwinden. Und manchmal merkt es nicht mal jemand. Manchmal aber geht ihr Name ins kollektive Gedächtnis ein. Wie der Name Tanja Gräff zum Beispiel. Manche werden gefunden. Manche tauchen nie wieder auf. Von manchen bleibt nicht mehr als ein Schuh oder eine Halskette in einem Waldstück zurück.
Elf solcher Fälle nimmt Marcus Roloff in seinen Recherche-Gedichten »waldstücke« unter die lyrische Lupe: Nüchtern sammelt er Beweisstücke, Aktennotizen, Medienkommentare zusammen, ohne dabei zu be- oder zu verurteilen.

 

»8


reisbrei vor allerheiligen
und drei tage fäulnis wer
zur kundschaft gehört

 

landet im ende
am eschenheimer tor

 

der letzte kunde
wird ausgepeitscht
neben dem bett

 

das unberührt bleibt«

 

Lieferbar ab 14. Juli 2017

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