»Überleben ist alles - Man weiß nie, wozu es noch mal gut ist«

Mit diesem Slogan feierte der MaroVerlag 1985 seinen 15. Geburtstag, stolz daß trotz abenteuerlicher Spontangründung aus einer studentischen Nebenbeschäftigung ein 2-Mann-Vollzeit-Unternehmen geworden war. Und nun, 20 Jahre später, fällt dem Verleger auf, daß er den 35. Geburtstag als Verlag zu feiern vergessen hat.

In Zeiten von Risiko-Kapital, Überbrückungsgeld, Management-Buyout mag ein Rückblick an die ersten Bücher, die mit Spiritus-Umdrucker im Keller gedruckt und geheftet wurden, etwas sentimental wirken. Es war aber so. Und der erste Gedichtband von Charles Bukowski, der dem Verlag den entscheidenden Impuls gab, wurde auf vom Piper-Verlag geschenktes Papier gedruckt, das deren Werbeabteilung verschmäht hatte.

So zieht sich durch das Programm des MaroVerlags der rote Faden, nämlich klein und fein Bücher zu verlegen, die im etablierten Literaturbetrieb (noch) keine Chance hatten. Jörg Fauser, Andreas Mand, Günter Ohnemus, Charles Bukowski, Gilbert Sorrentino, Danny Sugerman u.a. fanden im MaroVerlag ihre erste Heimat, ehe sie feuilletonfähig wurden.

 

Weitere Infos zum Verlag unter www.maroverlag.de