RALF ZEIGERMANN (Hrsg.)

Ratinger Hof

Fotos und Geschichten

Ratinger Hof

DIN-A 4-Querformat | 168 Seiten | Robert Wiegner Verlag 2010 | ISBN 978-3-931775-13-1 | € 44,00


Das Buch wird in einer bedruckten Blechkassette geliefert, die zusätzlich zum Buch auch eine Reproduktion des Tickets für das Wire-Konzert von 1978 im Ratinger Hof sowie einen Druck des Titelbildfotos auf 350g Karton enthält.

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Im Ratinger Hof in der Ratinger Straße in Düsseldorf gab es in den frühen 70er Jahren Kunst und ab 1977 Punk. Deutsche Bands wie Mittagspause, DAF und Fehlfarben wurden dort gegründet und Bands aus den USA und England wie Pere Ubu und Wire hatten im Hof ihre ersten Auftritte in Deutschland. Dieser jetzt neu erschienene, großformatige Foto- und Textband dokumentiert die wilden Jahre 1977–1985.

 

Mit Fotos von:
Richard ar/gee Gleim, Astrid Heibach, Carmen Knoebel, Wolf Lauenroth, Lothar Lauterbach, Susanne Leibgirries, George Nicolaidis, Che Seibert und Ralf Zeigermann.

 

Mit Texten von:
Klaus Audersch, Franz Bielmeier, Peter Braatz, Jürgen Engler, Richard Gleim, Peter Hein, Wolf Lauenroth, Graham Lewis, Colin Newman, Moritz Reichelt, Susanne Reimann, Joost Renders, Michael Schirner, Thomas Schwebel und Ralf Zeigermann.

 

Ralf Zeigermann im Vorwort zum Ratinger-Hof-Buch:

 

"Für mich war die Zeit von 1977 bis etwa 1980 am ausschlaggebendsten, jene Zeit, die von der zwar toleranten SPD-Regierung unter Helmut Schmidt, aber auch von der Rote Armee Fraktion und von Rasterfahndung bestimmt war. Gleichzeitig war es, vielleicht auch deshalb, eine sehr kreative Zeit – im Januar 1977 erschien zum ersten Mal die von Alice Schwarzer herausgegebene feministische Zeitschrift ‘Emma’, Joseph Beuys präsentierte auf der Kasseler documenta 6 seine umstrittene 'Honigpumpe', die Düsseldorfer Werbeagenturen machten Furore mit ihren Plakaten und den Soundtrack dazu lieferten die neuen aufregenden Bands aus England und den Vereinigten Staaten.

So war es sicherlich kein Zufall, daß der Ratinger Hof in dieser Zeit zum Brennpunkt nicht nur der Kunstszene, sondern auch der Punkszene wurde. Es war ja gerade diese Mischung aus Kunst und Musik, die – mit Carmen Knoebels Unterstützung – den Ratinger Hof gegen Ende der 70er Jahre zu eben diesem einzigartigen Ort machte.

Schlaglichter – [...] weil ja nicht jeder Tag oder jede Nacht im Hof aufregend war. Manchmal war es auch einfach nur entsetzlich langweilig und man hing dort herum, trank Bier oder Cola und ging nach 1–2 Stunden frustriert nach Hause. Doch wenn es aufregend war, dann war es wirklich aufregend und ich hoffe, daß einige der hier vorgestellten Fotos diese Aufregung Wirklichkeit werden lassen. Dieses Buch beginnt denn auch durchaus logisch mit den Erinnerungen derer, die in jener Zeit mit dabei waren, geht dann ein auf Wire, deren Auftritt der erste einer ausländischen Band im Ratinger Hof war, es beschreibt einen üblichen Abend anhand einer Serie von Fotos und zeigt schließlich noch die Jahre 1980–1989 auf.

Schlaglichter eben. Verstärkt durch die Blitzlichter diverser Kleinbildkameras, festgehalten auf zumeist recht körnigen Schwarzweißfilmen."