THOMAS COLLMER

Hegel und Gödel

Hegel und Gödel

 

Paperback | 271 Seiten | ISBN 978-3-936271-54-6 | 19,00 Euro

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Ist Dialektik veraltet? Thomas Collmer sagt: Nein, nur bestimmte Formen sind es. Er versucht in seinen Veröffentlichungen zu zeigen, dass Dialektik von sachlicher Relevanz ist für Logik, Semantik, Pragmatik, Diskurs- und Textanalyse, Soziologie, Systemtheorie, Komplexitätswissenschaften und vielleicht auch Informatik. Allerdings muss man dabei bis zu einem gewissen Grade »mit Hegel gegen Hegel« denken. Das ist möglich: Man kann Hegels Dialektik im Lichte des Gödelschen Unvollständigkeitsbeweises offen, kritisch und selbstkritisch gestalten. Hegels Logik ist durchweg eine Logik prozessueller Selbstreferenz. Russell wollte selbstreferenzielle Sätze verbieten, da sie unter bestimmten Umständen zu Antinomien führen. Doch Antinomien sind nicht unbedingt etwas Schlimmes; das sind sie nur, wenn sie blockierend wirken. Man kann sie eingliedern, durchschreiten und mit ihnen arbeiten. Kurt Gödel hat ebenso wie Hegel oder Luhmann gezeigt, dass Selbstreferenz fundamental und unvermeidlich ist. Man kann sie nicht abschaffen, sondern muss mit ihr leben. Und das Analysieren selbstreferenzieller Strukturen kann, wie nach Autoren wie Robert Heiss und Douglas R. Hofstadter auch Collmer auf seine Weise zeigt, eine sehr spannende Sache sein.